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Ausschnitte aus alten Protokollbüchern
der Stadt Wildeshausen
5) Bauplatz für das Feuerwehrgerätehaus in Düngstrup
Siehe Bericht des Verw. Ausschusses vom 31.3.1950 Ziffer 8)
Laut Beschluss der Gemeindeverwaltung vom 4.4.1950 Ziffer 10)
ist die Angelegenheit bis zur völligen Klärung zurückgestellt worden. Aus den Verhandlungen der Ausschüsse und der Verwaltung ist Folgendes zu berichten:
Der Straßen- und Wegeausschuss hat bei einer Besichtigung im Dorfe Düngstrup am 19.4.1950 an Ort und Stelle den vorgeschlagenen Bauplatz besichtigt. Dabei wurde der Vorschlag gemacht, das Gerätehaus auf der Weide des Bauern Heinrich Hespe zu errichten. Die Verhandlungen führten zu keinem abschließenden Ergebnis. Am 25.4.1950 erschien der Bezirksvorsteher Heinrich Dierßen und erklärte, dass nach Rücksprache mit dem Bauern Hespe dieser nicht gewillt sei, einen Teil seiner Weide für die Errichtung eines Feuerwehrgerätehauses abzugeben.
Dierßen trug vor, das Gerätehaus auf der der Stadt gehörigen Wasserstelle, neben dem Haus des Bauern Friedrich Ahlers, eingangs des Dorfes, zu errichten. Die Arbeiten für die Aufschüttung des Geländes würden die Bauernschaften der Gemeinde gemeinsam übernehmen. Der Verw. Ausschuss erklärte sich mit dem Vorschlag des Bezirksvorstehers Dierßen einverstanden.
Eine telefonische Rücksprache mit dem Ratsherren Friedrich Ahlers ergab, dass auch er gegen diese Regelung nichts einzuwenden habe, wenn das Dorf diesen Vorschlag bringe.
Vorschlag des Verw. Ausschusses: Die Gemeindevertretung möge beschließen: "Die Gemeindevertretung ist mit dem Vorschlag des Bezirksvorstehers Dierßen , wonach das Feuerwehrgerätehaus für Düngstrup auf der Wasserstelle neben dem Haus des Bauern Friedrich Ahlers, Parzelle 46/95, groß 2000 qm, errichtet werde soll, einverstanden. Die Verwaltung wird beauftragt, alle weiteren Schritte zu unternehmen."
Der Vorspannwagen für die Freiwillige Feuerwehr in Düngstrup ist fertig gestellt. Da eine Unterbringung in Düngstrup nicht möglich ist, ist die Errichtung eines Gerätehauses erforderlich geworden. Da ein geeigneter Bauplatz nicht
vorhanden ist, schlägt die Ortschaft Düngstrup folgenden Tausch vor:
Der Bauer Friedrich Ahlers, Düngstrup, gibt von seinem Obstgarten zwischen Munke und Besuden 800 qm ab und erhält dafür den sogenannten Pohl, der etwa dieselbe Quadratmeterfläche aufweist. Der Verw. Ausschuss erklärt sich mit dem Vorschlag einverstanden.
Die Gemeindevertretung möge beschließen: Der von der Ortschaft Düngstrup vorgeschlagene Grundstückstausch zwischen dem Bauern Friedrich Ahlers, der ca. 800 qm von seinem Obstgarten abgibt und der Stadtgemeinde Wildeshausen, die dem Bauern Ahlers dafür den sogenannten Pohl vor seinem Haus austauscht, wird genehmigt. Alle weiteren Schritte sind von der Verwaltung zu veranlassen.
Im Feuerwehrgerätehaus in Düngstrup soll eine Wohnung erstellt werden. Für die Finanzierung der Baukosten ist die Bereitstellung eines Darlehens aus der Wohnungsbauabgabe in Höhe von 1500,- DM erforderlich. Ratsherr Richard Kluge stellt den Dringlichkeitsantrag, der von dem Ratsherrn Bernhard Iken unterstützt wurde, für die Errichtung einer Wohnung im Feuerwehrgerätehaus in Düngstrup ein Darlehen von 1500,- DM der Stadtgemeinde Wildeshausen aus der Wohnungsabgabe zur Verfügung zu stellen. Der Dringlichkeitsantrag wurde einstimmig angenommen und nachstehender Beschluss gefasst: "Für die Errichtung einer Wohnung im Feuerwehrgerätehaus in Düngstrup wird der Stadtgemeinde Wildeshausen ein Darlehen von 1500,- DM zur Verfügung gestellt."
Um die Wohnung in dem Feuerwehrgerätehaus in Düngstrup haben sich die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Alfons Hogeback und Friedrich Häfker beworben. Die Freiwillige Feuerwehr in Düngstrup hat die Gemeindevertretung gebeten zu entscheiden, an wen die Wohnung vergeben werden soll. Ratsherr Hermann Debbeler stellte den Antrag auf geheime Abstimmung. Die darauf durchgeführte Stimmzettelwahl hatte folgendes Ergebnis: 9 Stimmen für Friedrich Häfker und 6 Stimmen für Alfons Hogeback. Hierauf wurde folgender Beschluss gefasst: "Die Neubauwohnung im Feuerwehrgerätehaus in Düngstrup wird an Herrn Friedrich Häfker in Thölstedt vergeben".
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